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Meine Reiseerfahrung in Indien

Mein Name ist Laura Brengelmann, und ich stamme aus der malerischen Stadt Köln. Es freut mich sehr, meine Reiseerfahrungen in Indien mit Ihnen zu teilen. Yoga hat meine Verbindung zu diesem Land vertieft und mich dazu inspiriert, in die indische Kultur einzutauchen. Die Reise wird einen Monat dauern, obwohl ich gestehen muss, dass ein Monat kaum ausreicht.

Ich plante, sowohl Nord- als auch Südindien zu erkunden, wobei Goa besonders im Fokus stand. Meine Reise führte mich nach Jodhpur, Pushkar, Jaipur, Agra, Varanasi und Delhi. Obwohl ich keine Ausbildung zum Yogalehrer machen konnte, nahm ich an Yogakursen teil, besuchte Ashrams und genoss ayurvedische Massagen, um das indische Flair vollends zu erleben. Ich gebe zu, dass es sich viel authentischer und intensiver anfühlte, als alles, was ich bisher in Europa erfahren habe.

Ich praktizierte Yoga unter Anleitung eines Lehrers. Da es unser erstes Mal war, waren wir nicht sehr erfolgreich und sind uns über die Fähigkeiten des Lehrers nicht ganz sicher. Er war jedoch freundlich und zuvorkommend. Tatsächlich ist die Praxis dort sehr traditionell, und man spürt, dass die Menschen ihr Handwerk wirklich beherrschen. Sie entspringt einer tiefen Leidenschaft und einer reichen Tradition.

Was mich persönlich inspiriert hat, sind die lebendigen Menschen. Ich wollte die Stereotypen selbst überprüfen und die Schönheit sowie Spiritualität erleben.

Vor allem war es mir wichtig, mehr über die Kultur und Religion zu erfahren. Unsere Erwartungen wurden vollständig erfüllt.

Der spürbare Unterschied, der mich hier berührt hat, sind die Menschen, die ich getroffen habe; sie schließen einen wirklich ins Herz. Freundschaft hat hier eine tiefere Bedeutung. Mir ist aufgefallen, dass die Menschen sehr zugänglich und offen sind, was für mich neu war. Essen mit Fremden zu teilen oder sie nach Hause einzuladen, sind Gesten, die in Deutschland nicht alltäglich sind.

Auf meinen Reisen als Frau hatte ich keine großen Probleme, nur einige kleine Unannehmlichkeiten. Es gab Momente, in denen ich mich unwohl fühlte, wenn Leute auf mich zukamen und um ein Foto baten.

Die Darstellung Indiens in den deutschen Medien entspricht nicht ganz der vielschichtigen Realität des Landes, die meiner Meinung nach oft aus einer einzigen Perspektive gezeigt wird. Diese verzerrte Darstellung führte sogar dazu, dass meine Eltern sich Sorgen um meine Entscheidung machten, Indien zu besuchen, was den starken Einfluss der Medienberichterstattung auf unsere Wahrnehmung hervorhebt.

Als ich mich von Deutschland verabschiedete, waren meine Augen voller Tränen, aber mein Herz ist voller Hoffnung auf eine Rückkehr im nächsten Jahr. Der Himalaya ruft nach mir, ein majestätisches Gebiet, das ich unbedingt erkunden möchte. Und wenn das Glück auf meiner Seite ist, werde ich auch das bezaubernde Land Nepal besuchen.

Laura Brengelmann