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Erfahre mehr über die Japa Praxis für Anfänger

Beim Japa, der meditativen Praxis des Mantra-Wiederholens, geht es darum, den Geist zu beruhigen und den Fokus zu schärfen. Gerade für Anfänger gibt es einige grundlegende Punkte, die helfen, die Praxis sinnvoll zu gestalten und schrittweise zu vertiefen. Hier ein paar Tipps:

1. Wähle ein passendes Mantra

Wähle ein Mantra, das dich anspricht. Oft wird das „Om“ oder das „Om Namah Shivaya“ empfohlen. Wenn du eine spirituelle oder religiöse Tradition hast, kannst du ein Mantra wählen, das dort verankert ist.

Vermeide zu lange Mantras am Anfang – kürzere sind oft leichter zu fokussieren.


2. Setze dir ein Ziel (Anzahl der Wiederholungen)

Eine Japa-Praxis basiert auf der Wiederholung des Mantras, typischerweise 108 Mal pro Runde, da diese Zahl in vielen spirituellen Traditionen als heilig gilt.

Nutze ein Japa-Mala (Gebetskette mit 108 Perlen) als Zählhilfe, das macht es einfacher, im Fluss zu bleiben und nicht die Zählung zu verlieren.

3. Wähle eine ruhige Umgebung

Finde einen Ort, an dem du ungestört bist und eine angenehme Atmosphäre schaffen kannst. Am besten praktizierst du zur selben Tageszeit (morgens oder abends), um eine Routine zu entwickeln.


4. Körperhaltung und Atmung

Setze dich in eine bequeme Haltung, möglichst aufrecht, z. B. im Schneidersitz oder auf einem Stuhl mit geradem Rücken. Atme bewusst ein und aus und versuche, eine ruhige und tiefe Atmung beizubehalten. Das Mantra kann im Rhythmus des Atems wiederholt werden, was die Konzentration unterstützt.


5. Fokus und Gedanken

Zu Beginn ist es normal, dass Gedanken ablenken. Lass sie vorbeiziehen und kehre sanft zum Mantra zurück. Vermeide es, dich über störende Gedanken zu ärgern. Akzeptiere sie als Teil der Praxis und fokussiere dich bewusst wieder auf das Mantra.


6. Laut, leise oder mental rezitieren

Es gibt drei Arten der Mantra-Rezitation: Laut, flüsternd oder stille, mentale Wiederholung. Anfänger beginnen oft mit der lauten Rezitation, um die Konzentration leichter zu halten. Später kann man in die stille, mentale Wiederholung übergehen, was oft tiefere meditative Zustände fördert.


7. Abschluss der Praxis

Nimm dir am Ende kurz Zeit, um still zu sitzen und die Energie zu spüren, die die Praxis vielleicht geweckt hat. Wenn du magst, kannst du eine Intention für den Tag setzen oder eine positive Affirmation.

8. Regelmäßigkeit

Konsistenz ist der Schlüssel. Beginne mit 5-10 Minuten täglich und steigere dich nach und nach. Selbst ein kurzes, aber tägliches Japa bringt oft mehr als unregelmäßige, lange Sitzungen.


Häufige Anfängerfragen:

Wie oft sollte man Japa machen? – Es gibt keine festen Regeln, aber regelmäßig eine Runde (108 Mal) pro Tag ist eine gute Basis.

Was tun bei Müdigkeit oder Unruhe? – In solchen Momenten hilft es, das Mantra kurz laut zu wiederholen oder sich auf den Atem zu konzentrieren, um den Fokus zu finden.


Mit der Zeit wirst du bemerken, dass sich dein Geist leichter beruhigen lässt und du eine tiefere Verbindung zu deinem inneren Selbst spürst. Japa kann eine kraftvolle Technik für innere Balance und Klarheit sein – genieße den Weg und sei geduldig mit dir selbst.

Angaben zum Autor dieses Artikels

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Kalinath Augadh

Kalinath hat viele Jahre in Indien verbracht und von Gurus verschiedener Traditionen gelernt. Sie wurde in Gujarat von Ajitnath Aghori in die Aghornath-Tradition eingeweiht.

Ihre Weisheit rührt aus dem Leben unter extremen und schwierigen Bedingungen. So lebte sie beispielsweise in einer kleinen Hütte auf Feldern in der Nähe ländlicher Dörfer.
Sie leitet zahlreiche internationale Workshops zu den verschiedensten Themen. Weitere Informationen finden Sie unter dem unten angegebenen Link.